Themenschwerpunkte

Die Schäferei und der Schulgarten auf dem WERK3 verfolgen das Ziel, das Leitbild der Nachhaltigkeit in den Köpfen und Herzen von Kindern und Jugendlichen zu verankern. Dies gelingt durch partizipative Bildungsmaßnahmen, die sich mit Ernährung, Landwirtschaft und Naturschutz im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen. Die Bildungsinhalte sind in drei Module aufgeteilt:

Ernährung und Bewegung

Die Workshops in Modul 1 beschäftigen sich mit der Bedeutung der Nahrung für unsere Gesundheit und sollen für gesunde Ernährung begeistern.

Was sind Kalorien? Was sind Vitamine? Was sind Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette? Und wofür braucht der Körper sie? Mit Blindverkostungen werden spielerisch der Geschmacks- und Geruchssinn geschärft. Im Energierad erfahren die Almschüler, wie lange sie sich bewegen müssen, um die Kalorien bestimmter Lebensmittel wieder zu verbrennen. Sie lernen, wie lange Lebensmittel haltbar sind und wie sie auf natürliche Art konserviert werden können. Außerdem wird die Sensibilität für regionale und saisonale Produkte geschärft. Und wie gut gesunde Ernährung schmecken kann, erfahren Kinder, wenn sie die selbst angebauten Lebensmittel im Kochtopf verarbeiten.

Mensch & Natur


In diesem Modul geht es um die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur. Was gibt uns die Natur? Was braucht sie von uns?

Hier lernt man die Möglichkeiten des urbanen Gärtnerns kennen und wird durch Mikrobiotope mit dem biologischen Kreislauf (Aussaat, Pflanzenwachstum, Ernte) vertraut gemacht. Die Schüler erfahren beobachtend, welche Bedeutung Insekten und Mikroorganismen für die Umwelt haben und lernen Schädlinge von Nützlingen zu unterscheiden. Darüber hinaus will die Almschule im Werksviertel-Mitte die Schüler zu engagierten Naturbotschaftern machen, die zum Beispiel in Social Media-Filmen und -Posts Wissen aus den Workshops aufbereiten, verteilen und so auch Altersgenossen für Umwelt- und Naturthemen begeistern.


Landwirtschaft & Handwerk

Hier steht die Verarbeitung natürlicher Produkte auf dem „Stundenplan“. Ob Wolle spinnen, Butter stampfen oder Honig schleudern.

In den Workshops erfahren die Almschüler, wie komplex die moderne ökologische Landwirtschaft ist. Ein Landwirt ist heute Klimatologe, Biologe und Ökonom in einem. Auch hier steht das Anpacken im Vordergrund, etwa wenn der Umgang mit echten Werkzeugen erlernt wird oder Produkte der Almschule wie Wolle oder Milch selbst hergestellt werden. Auf interaktive Weise werden die Workshop-Teilnehmer für einen respektvollen Umgang mit natürlichen Rohstoffen sowie den wichtigen Beitrag der Landwirtschaft für das ökologische Gleichgewicht sensibilisiert.